Istanbul #1

“Zeig doch mal Fotos von deinem Istanbul Trip” hieß es vor ein paar Tagen bei Twitter. Bis heute wusste ich noch nicht so genau, wie ich die Masse an Eindrücken aufarbeiten soll. Jetzt denke ich, dass ich Fotos auf mehrere Blogposts verteilen werde, um euch einen kleinen Einblick in diese riesige Stadt geben zu können.

“Riesig” ist ein bewusst gewähltes Wort. Diese Stadt streckt sich über 190km am Bosporus entlang. Was, auf Deutschland übertragen, eine Fahrt von Frankfurt nach Stuttgart entsprechen würde. Natürlich nicht auf den Kilometer genau, aber ihr versteht auf was ich hinaus möchte. Ca. 15 Millionen Menschen (die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weit höher) leben in dieser Metropole und sorgen für ordentlich Leben und Geräuschkulisse auf den Straßen. Das erste Foto zeigt den täglichen Wahnsinn des Istanbulschen Straßenverkehrs. Hier geht defintiv nichts. Radfahrer gibt es kaum, da die Stadt in einer sehr hügeligen Umgebung gebaut wurde. Dementsprechend ist dort gefühlt jeder mit dem Auto unterwegs. Man bleibt mitten auf der Straße stehen, um sein Auto zu entladen. Verkehrsschilder werden generell sehr gerne ignoriert. Stattdessen fährt man einfach drauf los. Wenn fahren aufgrund äußerer Umstände nicht möglich ist, darf man seinem Frust durch Benutzung der Hupe freien Lauf lassen.

Die Architektur ist schwer zu beschreiben. Von “chaotisch durcheinander” über “traditionell” bis zu “modern” gibt es eigentlich alles zu sehen. Je nach Stadtteil variiert das sehr stark.

Im ersten Teil meiner Istanbul Reihe gehe ich fotografisch also erst mal ein wenig auf die Stadt an sich ein.

20130509-SW-31257

Weiterlesen

Noch 40 Tage

40 Tage vor der Geburt greift eine meiner lieben ehemaligen Bräute zum Handy und textet mich an. Sie will die Chance nutzen und noch Fotos machen bevor es zu spät ist. Sie ist zu allen Taten bereit. Das liebe ich an meinen Mädels. “Alles, bloß nicht diese Standard Fotostudio Babybauchfotos”, sagte sie. Wir hatten stattdessen einen wundervoll sonnigen Sonntag und sehr viel Spaß zusammen.

Hier habe ich einen kleinen Auszug der Fotos für euch. Den Rest halten die beiden unter Verschluss. :)

babybauch-shooting01

babybauch-shooting02

babybauch-shooting03

“Schlaflos” oder “Was soll die Diskussion”

Freitag, 05:33 Ihr. Hierbei handelt es sich um einen Livebericht. Draußen ist es schwarz und still. Selbst der frühe Vogel schläft noch. Wahrscheinlich wird mit ihm aber auch nicht ständig diskutiert:

Blase: Psssssssssssssssssssst.
Ich: Och nee. Echt jetzt?
Blase: Jup.
Ich: Alter, es ist kurz vor Fünf. Hat das nicht noch zwei Stunden Zeit?
Blase: Nope.
Ich: Okay, okay. Aber danach ist Ruhe.

Wieder zurück im Bett in die Decke eingekuschelt.

Kopf: Sag mal. Was nehmen wir eigentlich für Objektive mit nach Istanbul?
Ich: Nicht jetzt!
Kopf: Wenn wir das 35er und das 85er mitnehmen, müssen wir wechseln. Alternativ wäre dein Zoom ja auch ganz praktisch.
Ich: Alter, nicht jetzt! Guck auf die Uhr, ich muss schlafen.
Kopf: Ich mein ja nur.
Ich: Wir hatten das doch schon geklärt. 35er und 85er wegen der 1.8er Blende. Dabei bleibt’s.
Kopf: Okay, du bist der Chef.
Ich: Fein. Gute Nacht.
Kopf: Das Wetter soll ja ganz gut werden. Wann packen wir?
Ich: Ich rede nicht mehr mit dir.
Kopf: Wieso?
Ich: DIE UHRZEIT!
Kopf: Achso. Das……Ist mir eigentlich völlig egal. Sag schon!
Ich: Abflug ist Donnerstagmorgen. Mittwochabend wird gepackt.
Kopf: Bissl kurzfristig, eh?
Ich: Nein. Sind nur 4 Tage. Wird ein entsprechend kleiner Koffer.
Kopf: Cool.
Ich: Super, dann hätten wir das ja endlich geklärt. Gute Nacht!
Kopf: Schlaf doch einfach noch 2 Stunden.
Ich: Grrrrrrrrr.

10 Minuten später.

Kopf: Schläfst du?
Ich: Ja.
Kopf: Also. Ende Mai ist ja dieser Feiertag von dem du nie weißt welcher es eigentlich ist. Nehmen wir da am Freitag Urlaub?
Ich: Meine Fresse, ernsthaft? Müssen wir das ernsthaft ausgerechnet jetzt um diese Zeit diskutieren?
Kopf: Wieso nicht? Hast ja sonst nix zu tun.
Ich: SCHLAHAAFEN!
Kopf: Weichei?
Ich: Ja, von mir aus. Ich bin ein Weichei. Ruhe jetzt.
Kopf: Na gut. Dann beschwer dich aber hinterher nicht wieder darüber, dass ich dich angeblich nicht daran erinnert hätte.

10 Minuten später.

Kopf: Blogpost. Blogpost. Blogpost. Blogpost. Blogpost.
Ich: WAAAAH! Du machst mich fertig. Was soll der Scheiß?
Kopf: Wenn du nicht schlafen kannst, wieso schreibst du keinen neuen Blogpost?
Ich: Weil es mitten in der Nacht ist.
Kopf: Und weiter?
Ich: Okay, mein Freund. Du wirst darin aber nicht gut wegkommen, das ist dir klar?
Kopf: Is mir wurscht. Blogpost! Blogpost!

Herzlichen Dank an meinen Körper für diesen wundervollen Morgen. Inzwischen wird es langsam hell draußen und der früher Vogel ist wach. 06:35 Uhr. Jetzt kann ich auch in aller Ruhe duschen gehen und einen ausgiebigen ersten Kaffee in meiner neuen, fertig eingerichteten Küche trinken.

Einbrecher, ich.

Samstagnachmittag. Ich – frisch geduscht und duftend wie eine Blumenwiese – auf dem Weg aus meiner Wohnung. Schuhwerk an und los geht’s. Die Haustür fiel hinter mir ins Schloss und die Erkenntnis lies nur ein paar Sekunden auf sich warten.

Es handelte sich zum Glück nur um den Wohnungsschlüssel. Der Autoschlüssel befindet sich an einem extra Schlüsselanhänger. Samstagabend dann Brainstorming, weil der Ersatzschlüssel nicht auffindbar war und die Möglichkeit bestand, dass mein Schlüssel noch von innen im Schloss steckte. Wenn ich Durcheinander mache, dann richtig.

Ich war der Verzweiflung nah und sah schon den völlig überteuerten Schlüsseldienst meine Wohnungstür aufbrechen. Letztendlich war mein Schlafzimmerfenster die Lösung. Jenes hatte ich nämlich zur Lüftung der gerade frisch gestrichenen Wohnung nicht geschlossen. Also eine riesige Leiter aufgestellt, die bis zum 1. Stock reichen musste. Da rauf zu klettern war jetzt für mich nicht unbedingt ein Problem. Höhe und ich sind ja Freunde.

Allerdings ist der Spalt eines gekippten Fensters nicht unbedingt breit. Also stopfte ich meinen Arm oben an der breitesten Stelle in den Spalt und schob ihn so lange nach unten bis ich das andere Fenster öffnen konnte. Ein Sprung über die Fensterbank und ich stand in meiner Wohnung.

Mein Arm schmerzt zwar, allerdings sparte ich den überteuerten Schlüsseldienst und die Wohnungstür ist auch nicht kaputt. Wenn ihr euch also mal ausgesperrt haben solltet. Ich mache den Bruch für euch.

Foto-21.04.13-12-01-40

Seite 1 von 6212345...102030...Letzte »