Spotify und Facebook. Eine Frage der Einstellung.

Wie gestern angekündigt, fiel heute der Startschuss für Spotify in Deutschland. Wie auch bereits in den anderen Ländern, ködert Spotify Neukunden mit einem 30-Tage kostenlosen Premium Account. In der weisen Voraussicht, dass man danach sowieso nicht mehr wechseln möchte.

Heute Vormittag konnte man sehr interessant beobachten, wie sich Spotify langsam durch die Freundes-Timeline in Facebook grub. Spotify eilt der gute Ruf anscheinend wirklich voraus, denn der Hype war beim Start von Simfy wesentlich kleiner.

Mir ist der Dienst ja nicht ganz unbekannt, denn ich hatte mich testweise vor einigen Monaten schon mal durch die Fake-Proxies der Welt gewühlt, um mir einen Account in U.K. anlegen zu können. Damals war ich mit der Songauswahl allerdings nicht ganz zufrieden und habe es wieder bleiben lassen. Die Songauswahl hat sich verbessert, wobei ich immer noch einzelne Songs gefunden habe, für die Simfy anscheinend mehr Rechte bekommen hat als Spotify. Dennoch stehen die Jungs in Deutschland ganz am Anfang und es ist davon auszugehen, dass sich das noch verändern und die Bibliothek noch größer wird.

Am 18. Oktober schrob ich zum ersten Mal über Simfy und wie ich das künftig mit Musik handhaben werden. An der Art, wie ich mit Musik umgehe, hat sich nichts geändert. Streaming spricht für sich und die offline Modi in den Premium Accounts machen Musik auch unterwegs auf dem iPhone tragbar. Was Simfy allerdings in den Sand gesetzt hat ist die Software. Adobe Air hin oder her – darüber diskutiere ich nicht. Aber funktionieren muss es. Immer. Ständig. Ohne Probleme. Das setze ich als Power-User voraus. Die Desktop App ist inzwischen auf einem guten Weg, aber die iPad Variante ist eine einzige Katastrophe. Das hätte so niemals an die Menschheit ausgeliefert werden dürfen.

Spotify kommuniziert. Account ohne Facebook ist quasi unmöglich. Das ist auf der einen Seite positiv, weil innerhalb der Spotify App direkt die Facebook-Community integriert wird und jeder Benutzer sieht, was Freunde hören und empfehlen. Empfehlungen werden innerhalb von Spotify und eine Kopie noch als Facebooknachricht verschickt. Auf der anderen Seite ist es negativ, wenn das Resultat Kommunikations-Overflow ist.

Der Nachteil an Kommunikation ist die große Flut an Informationen, die von uns Benutzern bewältigt werden muss. Spotify pusht wie verrückt in die Facebook Timeline. Und zwar alles. “XY hört ABC” – “XY hat eine neue Playlist erstellt” – “XY hat Spotify abgeschalten”. Wahnsinn!

Völlig zum Schweigen kann man Spotify wohl nicht bringen, allerdings lassen sich die Flügel etwas stutzen.

Was ihr als Spotify-Nutzer tun könnt.

Ihr als Benutzer könnt entscheiden wohin Spotify posten soll. Standardmäßig steht alles auf Vollgas. Ich habe z.B. abgestellt, dass direkt in die Statuszeile gepostet wird. Das sorgt dafür, dass Spotify sich nur noch im Ticker (rechts oben) aufhält.

Accounteinstellung > Apps > Spotify

Was ihr als genervter Facebook-Nutzer tun könnt.

Ihr werdet seit heute Morgen von euren Freunden nicht nur mit Farmville-Anfrage, sondern auch noch mit Musik vollgemüllt? Dann bringt sie zum Schweigen.

rechte Maustaste > Alles von Spotify verstecken

Mehr Informationen auch hier How do I control what I see in my News Feed?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Kleiner Nachtrag:

    Spotify hat sich erst gar nicht die Mühe gemacht eine native iPad App zu bauen. Ich weiß noch nicht, wie ich das finden soll. Wahrscheinlich finde ich es beschissen.

  2. Pingback: Spotify stellt iPad App vor. Endlich. (Video) : swblog.me

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