iOS6 und die Karten ohne Google.

Seit Mittwoch lese ich viel Schlechtes über Apples neue Karten App. Google Maps ist rausgeflogen. Wahrscheinlich aus politischen Gründen. Apple entschuldigte sich sogar öffentlich für die Fehler und versprach schnelle Besserung.

Jetzt habe ich das iPhone 5 ja seit Freitag in den Händen und nutzte gestern den Weg nach Kleestadt für einen ersten Test der integrierten Navigationsfunktion. Ich bin nach diesem ersten Test sehr positiv überrascht. Das Aussehen der Karten ist minimalistisch, aber ausreichend. Was zur Folge hat, dass die Ladezeit sehr kurz gehalten wird. Die Navigationsansagen mit Siri-Stimme klingen etwas blechern. Hier ist es aber auch wahrscheinlich schwierig an die perfekt gesprochenen Ansagen in den Navigon-Systemen heranzukommen. Viel wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass die Ansagen sehr prezise sind und schnell kommen. Werden die Ansagen ignoriert, ist der neue Weg schnell berechnet. Hier kommt mit Sicherheit die verbesserte Performance des iPhone 5 zum Vorschein. Sehr schön ist außerdem, dass man problemlos die Karten App verlassen kann und trotzdem die Ansagen zu hören bekommt. Auch auf dem Sperrbildschirm wird die Navigation angezeigt.

Für einen ersten Schuss finde ich das alles doch ganz brauchbar. Ich hatte aufgrund der vielen seltsamen Bilder (von denen ja nicht klar ist, ob sich da jemand in den USA einen Spaß erlaubt hat) Schlimmeres erwartet. Die Karte von Kleestadt sah doch recht ansehnlich aus. Und Kleestadt ist jetzt nicht unbedingt eine Weltmetropole.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich stimme Dir weitestgehend zu. Nur die Anfangsansage könnte besser sein. Ich möchte nicht nach Osten auf die XY-Straße abbiegen sondern nach rechts oder links. Auch habe ich bemerkt, dass ich etwas schneller bin als die App. Während ich schon in der Kurve bin, wurde mir erst angezeigt und gesagt, dass ich dies tun soll. Ansonsten finde ich sie nun auch nicht so übel. Design gefällt mir sehr.

    • Ich bin eigentlich Navigon User, aber es könnte durchaus sein, dass diese Ansagen der Himmelsrichtung aus der TomTom Software kommt, die verwendet wurde. Das ist aber nur eine Theorie. Im Prinzip gebe ich dir aber völlig Recht. Da wäre mir ein einfaches Rechts oder Links auch lieber.

    • Für links/rechts bräuchte die Navigation einen zuverlässigen Kompass. Das Handy wird ja nicht immer in der richtigen Richtung gehalten. Anders z.B. als alte Festeinbau-Navis, bei denen die Abbiegerichtung in Relation zur Fahrtrichtung immer feststeht.

  2. Mich stört hauptsächlich das Rendering. Diese proportional breiten Straßen und ihre selektive Beschriftung, das hat doch mit Kartographie nichts zu tun, sondern kann nur auf dem Mist eines Softwareentwicklers gewachsen sein.

    • Ist die selektive Beschriftung wirklich Tatsache? Ich hatte extra darauf geachtet, aber selbst in Kleestadt waren alle Straßen während der Navigation beschriftet. Ich weiß allerdings nicht, ob sich das ohne laufende Navigation verändert.

    • Ich kann jetzt wieder nix zur Navigation sagen. Mehr als die Beschriftung stört mich die proportionale Breite der Straßen. Hauchdünne Sträßchen auf gelbem Grund, das ist schon sehr unansehnlich.

  3. @martin aber bei Navigon klappt das doch auch? Wobei, wenn ich drüber nachdenke, da ist das rechts/links am Anfang auch nicht immer korrekt. Dann ergibt Deine Erklärung tatsächlich Sinn. Danke, wieder was gelernt.

  4. Pingback: Flaschenpost - KW39 | BuntePixel - Not yet another private blog.

Hinterlasse eine Antwort


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>