Vor 44 Jahren wurde der erste VW Bulli T2 gebaut und ist eigentlich bis heute DAS Gesicht, welches vor dem geistigen Augen entsteht, wenn man das Wort “Bulli” hört. Die einen mögen dieses Auto für ein dummes Klischee der Surfer halten, dennoch verbreitet der Bulli eine ganz besondere Art von Zauber. Mich fasziniert er schon so lange ich fahrbare Untersätze bewegen kann, aber das er eine große Wirkung auf andere hat, weiß ich seit dem vergangenen Wochenende.
Meine bessere Hälfte organisierte einen Bulli für ein Wochenende (hier bitte Lob für ihren Chef einfügen) und ich konnte am Freitag Urlaub machen (hier bitte Lob für meinen Chef einfügen). Donnerstagabend ging es ab nach Hamburg und am Freitag wurde der Bulli mit allerlei Zeugs vollgepackt. Wie liebevoll und professionell alles restauriert und eingebaut wurde, könnt ihr auf den Fotos sehen. Ich war schwer beeindruckt.
Von Hamburg nach Fehmarn. Von Fehmarn nach Sankt Peter-Ording. Und wieder zurück nach Hamburg. So blubberten wir mit wahnsinnigen 100km/h über Bundesstraßen und Autobahnen. Das Schöne dabei war, dass man gar nicht schneller fahren wollte. Der Weg war das Ziel.
Tatsächlich wurde ich an diesem Wochenende von so vielen fremden Menschen gegrüßt und angesprochen, wie noch nie. Andere VW Bus-Fahrer grüßten mit Lichthupe. Menschen an Tankstellen sprachen uns an und fragten, ob sie das Auto fotografieren dürften. Die schönste Situation ergab sich allerdings an einem Campingplatz auf Fehmarn als uns zwei ältere Damen ansprachen, die uns leidenschaftlich erzählten, dass sie früher ja auch so einen gehabt hätten. “Genau so einen. Ach Gottchen, der hat sogar vorne die Klappfenster.” Das sie dabei nicht noch Tränen in den Augen hatte, wunderte mich fast ein wenig.
In Sankt Peter-Ording ging es dann mit dem Bulli bis ans Meer. Die einzige Stadt Deutschlands in der das Autofahren am Strand erlaubt ist. Seid ihr schon mal mit dem Auto über Sand bis ans Wasser gefahren? Es ist großartig. Macht das.

















