Und während du eigentlich einen anderen Blogeintrag schreiben willst, sitzt du mit dem Sonntagmorgen-Wohlfühl-Kaffeepott in der Hand da und bist froh auf dieser Seite des Fensters zu sein.

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Als ich gestern den Sonntag zu Hause vergammelte, stolperte ich in der Hipster-Bravo Business Punk über eine App namens “Landlord“.
Die Beschreibung begeisterte mich sofort, weil sie Gamification auf ein neues Level hebt. Prinzipiell handelt es sich um das gute alte Monopoly. Das geniale daran ist die Tatsache, dass der Spieler Monopoly mit echten Gebäuden (basierend auf der Foursquare Datenbank) spielt.
Wie jetzt?
Ganz einfach. Der Landlord-Spieler kann jedes Gedäude, Platz, Schwimmbad usw. kaufen. Checkt ein Foursquare-Benutzer in diesem Gedäude ein, bekommt der Landlord-Spieler Miete. Mit dieser Miete können dann neue Gebäude gekauft werden. Der Landlord-Spieler muss sich allerdings für den Kauf in der Nähe seines Objektes befinden.
Geniale Idee. Ich hoffe, dass sich in Deutschland ein paar Spieler finden lassen. Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss den Frankfurter Flughafen kaufen.
This film was shot mainly around the Tromvik area of Northern Norway at approximately 70 degrees North. Tromvik is located right in the heart of the aurora belt and because of this even quiet displays of the Aurora Borealis will always be visible overhead on clear nights.

Ich bin kein Filmkritiker. Habe aber nach meinem freitäglichen Besuch im Kino doch das Bedürfnis ein paar Worte über “Cloud Atlas” zu verlieren.
Bestimmte Erwartungen sind für einen Film wahrscheinlich der Untergang. Erwartungen werden einfach zu selten erfüllt und tatsächlich war dies bei “Cloud Atlas” genau der Fall.
Den 5-minütgen Trailer sollte inzwischen jeder kennen. Ein Trailer, der völlig auf den Punkt ist. Genau so viel verraten, um den Zuschauer neugierig zu machen. Aber nicht so viel, um den Gang ins Kino sinnlos zu machen. Als ich den Trailer zum ersten Mal sah war der erste Gedanke “Yes, ein Film wie für mich gemacht. Zeitsprünge ohne Vorankündigung. Und eigentlich verwirrt der Trailer mehr als er erklärt.”
Meine Erwartungshaltung war also recht hoch, denn immerhin ist das Thema zwar nicht jedermanns Sache, aber dennoch spannend und von großem Potenzial. Menschen sind über Jahrhunderte hinweg irgendwie miteinander verbunden. Jeder einzelne bestimmt sein Leben, und das Leben danach, durch gute und schlechte Taten. Ihr wisst schon, diese Karma Geschichte eben. Ebenso begegnet der Mensch nach dieser Theorie auch immer wieder anderen Menschen, die sich bereits in einem vorherigen Leben als sympathisch oder anderes bewährt haben. Schicksal. Man erinnert sich an eine Melodie, die man irgendwo schon mal gehört hat. Erinnert sich an eine Situation, die man schon ein mal so ähnlich erlebt hat. Déjà-vu. Dazu spielen Schauspieler (u.a. Tom Hanks, Hally Berry, Hugh Grand) mehrere Rollen in ganz unterschiedlichen Jahrhunderten, um dieses “verwobene Konstrukt” besser zu verdeutlichen.
Eine wirklich großartige Idee von der ich völlig begeistert war. Eine Idee die scheinbar auch vollkommen durchdacht und ausgereizt wird, denn immerhin bindet einen der Film 2,5 Stunden in den Kinosessel.
Was der Zuschauer bekommt ist leider alles andere als das, was ich erwartet hatte.
Die Geschichten in den einzelnen Jahrhunderten wechseln ohne Vorwarnung, was ich normalerweise liebe. Allerdings wechseln sie viel zu schnell. Oft nach zwei gesprochenen Sätzen und dann noch nicht mal in eine übertragbare Situation eines anderen Jahrhunderts, sondern völlig ohne Zusammenhang. Das hat zur Folge, dass der Zuschauer eigentlich nie eine wirkliche Beziehung zu den Charakteren des jeweiligen Jahrhunderts aufbauen kann und auch das Aufbauen eines Spannungsbogens völlig in die Hose geht.
Der Film erzählt quasi 6 unterschiedliche Geschichten zeitgleich in schnellem Wechsel ohne roten Faden in der Story, der den Benutzer ja quasi durch die Jahrhunderte leiten sollte. Der einzige Anhaltspunkt für den Zuschauer sind die Schauspieler und teilweise identische Namen der Charaktere, die immer mal wieder die oben beschriebene Erwartungshaltung in mein Gedächtnis zurückrufen.
“Cloud Atlas” kratzt 2,5 Stunden lang an der Oberfläche eines großen Themas, schafft aber kein einziges Mal den wirklichen Einstieg. In 3-4 Szenen hatte ich kurzzeitig das Gefühl endlich das zu bekommen, was ich erwartet hatte. Ein Charakter erkennt in einem Jahrhundert eine Melodie wieder, der er bereits in einem früheren Leben gehört hatte. “Ja, Ja, Ja. Das ist es. Gebt mir mehr davon.” Aber genau so schnell, wie die Situation im Film entstand, verschwand sie auch wieder. Kommentarlos. Einfach so.
Okay, sie haben den Einstieg in das Thema nicht so gemacht, wie ich es erwartet hatte. Alles wird aber bestimmt großartig, wenn am Schluss die Charaktere über die Jahrhunderte hinweg irgendwie miteinander verbunden werden. Durch eine Erkenntnis vielleicht. Eine Erkenntnis, die zum nachdenken anregt.
My Ass. Das große Finale besteht aus einfachem Gemetzel in den einzelnen Jahrhunderten. Jeder Charakter gerät in eine schlimme Situation. Der jeweiligen Geschichte entsprechend. Was aber eigentlich für das große Ganze, auf das ich ja zu dem Zeitpunkt noch gehofft hatte, völlig sinnlos war.
Die Macher von Matrix waren hier mit am Werk, was sich teilweise in seltsamen Dialogen erkennen lässt. Gespräche, die mich an diesen Blödsinn hier erinnerten.
Nach 2,5 Stunden Film bekomme ich also 6 einzelne Geschichten. 6 einzelne Schicksalsschläge. 6 einzelne Happy Ends. Nichts von dem, was ich erwartet hatte.
Das Beste des ganzen Films war tatsächlich der Abspann, in dem gezeigt und erklärt wird, welcher Schauspieler hinter welchem Kostüm steckte. Und ich muss sagen, dass ich hier mehrmals wirklich überrascht war, denn die Kostüme waren wirklich gut.